Der Hund

Hund: Raubtier;

Großer Hund, Kleiner Hund: Sternbild;
laufender Hund: Fries;
da liegt der Hund begraben: Hauptsache;
da wird der Hund in der Pfanne verrückt: überrascht [sein];
bekannt sein wie ein bunter Hund: bekannt;
wie ein junger Hund frieren: frieren;
wie ein Hund leben: leben;
wie Hund und Katze leben: verfeindet [sein];
etwas ist ein dicker Hund: unerhört [sein];
mit etwas keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken [können]: langweilig [sein];
auf den Hund kommen: verwahrlosen;
auf dem Hund sein: Not [leiden];
mit allen Hunden gehetzt sein: schlau [sein];
vor die Hunde gehen: sterben, verwahrlosen.


Hund, Vierbeiner, Bello, Fiffi, Wauwau (Kinderspr.), Kläffer (ugs., abwertend), Köter (salopp, abwertend), Töle (derb, abwertend), Promenadenmischung (ugs., scherzh.), Moppel (ugs., scherzh.) · männlicher: Rüde · weiblicher: Hündin, Weibchen (ugs.) · der zur Führung von Blinden abgerichtet ist: Blindenhund;

Hunde, Biologie: Gattungsgruppe meist großer, ihre Beutetiere oft rudelweise hetzender Raubtiere; zu ihr gehören u.a. Schakale, Wölfe.

Hund m dog, (Jagdhund) hound: junger Hund puppy; fig. contp. feiger (schlauer) Hund yellow (sly) dog; colloq (gemeiner) Hund bastard; der arme Hund! (the) poor sod!; das ist ja ein dicker Hund! that takes the cake!; auf den Hund kommen go to the dogs; (ganz) auf dem Hund sein be down and out, gesundheitlich : a. be a wreck; vor die Hunde gehen a) go to the dogs, b) (sterben) kick the bucket; wie Hund und Katze leben lead a cat-and-dog life; er ist bekannt wie ein bunter Hund he's known all over the place; da liegt der Hund begraben! that's it (od. why)!; damit kann man keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken! that won't tempt anybody!, that's just no good!; Hunde, die bellen, beißen nicht barking dogs seldom bite.

A

Arthritis

Arthritis, Arthrose, Gicht, Rheumatismus, Rheuma, rheumatischer Formenkreis, Ischias, Gutta (veraltet), Reißen (ugs.), Zipperlein (ugs., scherzh.), Gelenkrheumatismus, Gelenksrheumatismus (österr.), Gelenkgicht, Gelenksgicht (österr.) · Fußgicht, Podagra · Kniegicht, Kniegelenkrheumatismus, Gonagra · Handgicht, Fingergicht, Chiragra · Schultergicht, Omagra;

Arthrodese

Versteifung eines Gelenkes

Arthroplastik

Künstliche Gelenkprothese, beim Hund ausschließlich des Hüftgelenkes.

Arthrose

Arthrose Arthritis.Bandscheibenschaden. Gelenkerkrankungen.

Ataxie

Bewegungskoordinationsstörung, Störung im Bewegungsablauf der Gliedmaßen und des Rumpfes bei uneingeschränkter Muskelfunktion. Entsteht durch degenerative oder entzündliche Erkrankungen des Nervensystems oder der Wirbel.

B

Band

Band, Anatomie: (Ligament, Ligamentum) aus Bindegewebe bestehende, strang- oder plattenförmige Verbindung zw. Skelettelementen des Körpers.

Bandscheibenschaden

Bandscheibenschaden, Hexenschuss, Spondylose, Bandscheibenprolaps, Bandscheibenvorfall;

Arthritis, Lumbago.

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall  (Bandscheibenprolaps), Vorfall einer Zwischenwirbelscheibe in den Wirbelkanal; am häufigsten im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Beim Hund “Dackellähme” genannt.

Borreliose

Infektionserkrankung , überwiegend durch Zecken übertragen

C

Cauda equina Syndrom

Sammelbegriff für neurologische Ausfälle; Cauda-equina wird auch Pferdeschweif genannt, d.h. im Bereich der Lendenwirbelsäule sind lange Nervenwurzeln vorhanden, die das Ende des Rückenmarks begleiten, sie ähneln entfernt einem Pferdeschweif. Rückenmark und Nervenwurzeln zusammen bezeichnet man als Cauda equina. Durch Schädigungen, Kompressionen oder Instabilitäten im Kreuzbein können diese Nerven betroffen sein und neurologische Ausfälle verursachen.

Chirurgie

Chirurgie  [çi...; griech.], Teilgebiet der Medizin, umfasst die Lehre von der konservativen (unblutigen) oder operativen Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Körperfehlern durch mechan. oder instrumentelle Eingriffe am oder im lebenden Körper. 


D

Distorsion

Verdrehung, Verzerrung, durch Drehung bedingte "geschlossene" Gelenkverletzung.

Dysplasie

Fehlerhafte Entwicklung bestimmter Gewebe und Gelenke, beim Hund v.a. der Hüftgelenke, s. Hüftgelenksdysplasie

E

Epilepsie

Störung der Gehirnnerventätigkeit.

F

Fraktur

Fraktur Medizin: svw. Knochenbruch (Bruch).

G

Gelenkerkrankungen

Gelenkerkrankungen,   Sammel-Bez. für entzündl. und degenerative Erkrankungen der Gelenke.  Zu den entzündl. G. (Gelenkentzündungen, Arthritiden [Einz. Arthritis]) gehören u.a. der akute Gelenkrheumatismus (Polyarthritis rheumatica) im Verlauf des rheumatischen Fiebers, der primär chron. Gelenkrheumatismus und die Bechterew-Krankheit. 

Die degenerativen G. (Arthropathien) sind v.a. durch Alter, Krankheit oder Überbeanspruchung bedingte Abnützungserscheinungen der Gelenke. Zu Anfang besteht eine nervösreflektor. Verspannung durch den Belastungsreiz. Nach Verspannung und Verkrampfung gelenknaher Muskeln, Bewegungsschmerzen sowie Druckschmerzen in den betroffenen Muskeln kommt es zum Abbau der Knorpel- und Knochensubstanz mit sekundärer Knochenwucherung an den Gelenkrändern. Ähnlich ist die im Bereich der Wirbelsäule auftretende Spondylarthrose (Spondylosis deformans). 

Gymnastik

Gymnàstik  [griech.], Bewegungsschulung ohne Gerät (außer Handgeräten). Als funktionelle G. dient sie der Erhaltung oder Erneuerung der körperl. Funktionen (Krankengymnastik). Als Zweckgymnastik bezeichnet man G., wenn gymnast. Bewegungsabläufe und Übungen als Trainingsgrundlage für andere Sportarten dienen. G. im engeren Sinne ist rhythm. G., die Erziehung zur fließenden, durch den Rhythmus geformten Bewegung.

H

Hüftgelenksdysplasie

Fehlerhafte Entwicklung des Hüftgelenkes; genetisch bedingt; großwüchsige Rassen durch schnelles, extremes Körperwachstum; übermäßige Bewegung im Junghundalter (Sprünge, Treppensteigen); übermäßige Fütterung; Übergewicht.

L

Lähmung 


Luxation

Verrenkung; Verschiebung zweier gelenkbildenden Knochenenden aus ihrer funktionsgerechten Stellung; entweder als unvollkommene Luxation (Gelenkflächen stehen sich noch teilweise gegenüber; Kapselüberdehnung; Bänderzerrung) oder als vollkommene Luxation mit Kapsel-, Bänder-, seltener auch Muskel- und Gefäß(ein)riß, schmerzhafter Gelenkschwellung, teilweise noder völlig aufgehobener Gelenkbeweglichkeit.

Lymphe

Lymphe  [lat.], eiweiß- und lymphozytenhaltige, klare, blutplasmaähnl. Körperflüssigkeit des Menschen und der Wirbeltiere, die durch Filtration aus den Blutkapillaren in die Zellzwischenräume gelangt und von dort durch das Lymphsystem abgeleitet wird. Die L. versorgt die Gewebe mit Nahrungsstoffen und entfernt nicht verwertbare Substanzen, außerdem hat sie (durch die Lymphozyten) Schutzfunktion. Beim Menschen werden täglich etwa zwei Liter L. gebildet.
 

Lymphdrainage

Jede, den Lymphabfluß aus dem Gewebe begünstigende Therapiemaßnahme, i. e. S. die “Streichung” der Lymphbahnen (mit den Fingerkuppen) zur Entstauung.

M

manuell

ma|nu|Ell lat.-fr. : die Hände, die Tätigkeit der Hände betreffend; mit der Hand, von Hand.

Massage

Massage  [masa:e; arab.-frz.], mechan. Einwirkung auf die Haut und die unter ihr liegenden Gewebe (Muskeln, Bindegewebe, Weichteile) unter Anwendung verschiedener Handgriffe oder Techniken (z.B. Druckwasserstrahlen bei der Unterwassermassage), v.a. zur Steigerung der Durchblutung und örtl. Freisetzung von körpereigenen Wirkstoffen.


Mas|sa|ge [...e] arab.-fr. die; -, -n: Behandlung des Körpergewebes mit den Händen (durch Kneten, Klopfen, Streichen u.Ä.) od. mit mechanischen Apparaten zur Lockerung u. Kräftigung der Muskeln sowie zur Förderung der Durchblutung o.Ä.

Meniskus

Scheibenförmiges Gebilde aus bindegewebigem Faserknorpel als “Gelenkzwischenscheibe” zum Inkongruenzenausgleich.

Morbus Perthes

Aseptische Hüftkopfnekrose; Hüftkopf wird nicht mehr durchblutet und stirbt langsam ab.

Muskel

Muskel, Musculus · zur Mittellinie des Körpers heranziehender: Anziehmuskel, anziehender Muskel, Anzieher, Adduktor · eine Bewegung von der Mittellinie des Körpers nach außen bewirkender: Abziehmuskel, abziehender Muskel, Abzieher, Abspreizmuskel, Abspreizer, Abduktor · eine Gelenkbeugung bewirkender: Beugemuskel, Beuger, Flexor · eine Gelenkstreckung bewirkender: Streckmuskel, Strecker, Extensor · die Anspannung einer Gewebsplatte oder Muskelhülle bewirkender: Spannmuskel, Spanner, Tensor · eine Aufrichtungsbewegung bewirkender: aufrichtender Muskel, Aufrichter, Arrektor, Erektor · eine Hochhebebewegung bewirkender: Hebemuskel, Heber, Levator, Kremaster · eine herabziehende Bewegung bewirkender: herabziehender Muskel, Niederdrücker, Depressor · eine Verengung bewirkender: zusammenziehender Muskel, Kompressor, Konstriktor, ringförmig abschnürender Muskel, Schließmuskel, Sphinkter · eine Organerweiterung bewirkender: erweiternder Muskel, Erweiterer, Dilatator · eine Drehbewegung bewirkender: Drehmuskel, Dreher, Rotator, Auswärtsdreher, Supinator, Einwärtsdreher, Pronator;

 

N

Neurologie

Neurologie,   Lehre von den Vorgängen im zentralen und peripheren Nervensystem und dessen Erkrankungen.

Neu|ro|lo|gie die; -: 1. Wissenschaft von Aufbau u. Funktion des Nervensystems. 2. Wissenschaft von den Nervenkrankheiten, ihrer Entstehung u. Behandlung.

neurologisch

neu|ro|lo|gisch: 1. Aufbau u. Funktion des Nervensystems betreffend, zur Neurologie (1) gehörend.
 

O

Orthopädie

Orthopädie   [griech.], Lehre von der Erkennung und Behandlung der angeborenen oder erworbenen Fehler der Haltungs- und Bewegungsorgane.

Osteochondrosis dissecans

Gestörtes Anpassungswachstum des Gelenkknorpels.

Osteoporose

Verminderung des Knochengewebes.

P

passiv

passiv, zurückhaltend, untätig, inaktiv, reserviert, teilnahmslos, still;

faul, unzugänglich;

Passivität · Ggs. aktiv;

Patella

Pa|tEl|la lat. die; -, ...llen: Kniescheibe (Med.).
 

Physiologos

Physiõlogos  (Physiologus) [griech.], ein vermutlich im 2.Jh. in Alexandria entstandenes Buch der Naturbeschreibungen, das im 4.Jh. aus dem Griech. ins Lat. übertragen wurde und Tiere, Pflanzen und Steine in Zusammenhang mit der Heilsgeschichte stellte: eine der verbreitetsten Schriften des MA, grundlegend für die Symbolsprache der christl. Natur- und Kunstvorstellungen; erste dt. Übersetzung vermutlich um 1070 (Bestiarium). gorischer Auslegung an (oft fabelhafte) Eigenschaften der Tiere knüpfte.

Physiotherapie

Phy|si|o|the|ra|pie die; -: Behandlung von Krankheiten mit naturgegebenen Mitteln wie Wasser, Wärme, Licht, Luft.

physisch

phy |sisch: 1. in der Natur begründet, natürlich. 2. die körperliche Beschaffenheit betreffend; körperlich; vgl. psychisch; physische Geographie: physikalische Geographie


Polyarthritis

Sind mehrere Gelenke von einer Arthritis befallen, spricht man von einer Polyarthritis.

R

Reflex

Die automatische, unmittelbare und unwillkürliche, im allgemeinen regelmäßig reproduzierbare, über das Nervensystem erfolgende Antwort eines Organgewebes (Muskel, Drüse) auf einen Reiz.

Rheuma

Entzündliche degenerative Erkrankung des Bewegungsapparates.

S

Sehnen

Sehnen,  straffe, nur wenig dehnbare, z.T. von einer bindegewebigen Hülle (Sehnenscheide) umgebene Bündel paralleler Bindegewebsfasern, die die Skelettmuskeln der Wirbeltiere und des Menschen mit dem Skelett verbinden. 

Spondylose

Spon|dy|lo|se, die; -, -n (krankhafte Veränderung an den Wirbelkörpern u. Bandscheiben)
 

T

Therapie

Therapie   [griech.], alle [medizin.] Maßnahmen zur Heilung einer Krankheit. Während die spezif. T. möglichst gezielt auf die Krankheit abgestimmt ist, bedient sich die unspezif. T. allg. heilungsfördernder Maßnahmen. Die kausale T. ist gegen die Krankheitsursachen gerichtet, z.¥B. gegen Krankheitserreger; die symptomat. (pallative) T. dagegen zielt nur gegen bestimmte Krankheitserscheinungen, z.B. Schmerzen.

Tumore

Örtliche, begrenzte Zunahme von Körpergewebe. Man unterscheidet gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Tumore.